Raumerlebnisse, die informieren, berühren und im Kopf bleiben.
Medienkurator mit Fokus auf Konzeption, Design und Entwicklung von Installationen und digitaler Szenografie – vom intimen Kabinett bis zur großflächigen Inszenierung. Spezialist an der Schnittstelle von Analyse, Ästhetik und Technik.
Ich entwickle & begleite Ihr Projekt als Spezialist für mediale Dramaturgie.
Analyse, Konzeption & Ausführung
Mein Zugang ist narrativ und phänomenologisch. Meine Konzepte sind adaptiv, auf dem Boden einer film-, medien- und theaterwissenschaftlichen Perspektive.
Content & Design
Komplexe Inhalte werden durchdrungen, stilsicher, methodisch und technisch stabil übersetzt. Die Gestaltung steht im Dienst der Inhalte, die Technik fungiert als Instrument der Dramaturgie. Für Raumerlebnisse, die informieren, berühren und im Kopf bleiben.
Prototyping & Custom Software
Ich begleite Ihr Ausstelungsprojekt vom Prototyping bis zur Softwareentwicklung
Arbeiten
Wim Wenders – Im Lauf der Zeit (WIP)
DFF – Deutsches Filminstitut & Filmmuseum, Frankfurt am Main, 2025 – 2026.
Wie lässt sich das Motiv der Bewegung im Lebenswerk des Filmemachers Wim Wenders räumlich erschließen? Diese interaktive Installation verbindet Filmplakate, Weltkarte und kuratierte Ausschnitte zu einer intuitiven Reise. Als zentraler Ankerpunkt lädt sie die dazu ein, immer wieder zurückzukehren und so selbst zu Reisenden durch Ausstellung und Werk zu werden. Ohne komplexe Logik wird die filmische Bewegung zur räumlichen Erfahrung im Ausstellungsraum. Eine Arbeit, die ein reduziertes Interface mit inhaltlicher Tiefe vereint – entwickelt für eine flüssige Nutzung im Ausstellungsbetrieb.
Rolle | Projektentwicklung & Medienkurator
Ausstellung | Wim Wenders – Im Lauf der Zeit
Technik | Custom Software, Touch-Interface, Projektor, Geo- und Filmdatenbank
Fotocredit | Jean-Noël Lenhard, Visualisierung, Rendering
W.I.M. – Die Kunst des Sehens
Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland, Bonn, 2025.
Wie lassen sich fast 70 Stunden Filmmaterial in einer Retrospektive erfahrbar machen? Was geschieht, wenn 46 Filme aus sechs Jahrzehnten in einen Dialog treten und einander befragen? Zehn Großprojektionen machen Wenders’ Werk als visuelles Denken im Raum präsent. Sie verdichten Motive, Figuren, Rhythmen und Blickachsen und rahmen dabei Fotografien sowie Malereien. So lassen sich filmische und bildkünstlerische Arbeiten gegenseitig lesen – eine dramaturgische Klammer, welche die Bild- und Filmphilosophische Logik des Wenders’schen Gesamtwerks spürbar macht.
Rolle | Medienkurator
Ausstellung | W.I.M. – Die Kunst des Sehens
Technik | Audio- und Videoinstallation, Zuspieler, Projektoren, Richtlautsprecher
Fotocredit | Ausstellungsansicht W.I.M. Die Kunst des Sehens, 1. August 2025 bis 11. Januar 2026, Foto: Simon Vogel, 2025 © Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik DeutschlandVolker Schlöndorff – Von Wiesbaden in die Welt.
Kunstverein Bellevue-Saal, Wiesbaden, 2023.
Wie lassen sich die Filmgeschichte Nachkriegsdeutschlands und die bewegte Filmo- und Biografie des deutschen Regisseurs und OSCAR®-Preisträgers Volker Schlöndorff zu einem lesbaren Raum verweben? Was geschieht, wenn exklusives Interviewmaterial auf die Sequenzen prägender Schlüsselwerke trifft? Es entsteht eine Arbeit, die nicht nur erklärt, sondern hinterfragt. Sechs Displays und eine Großprojektion machen Schlöndorff’s Werk als mehrstimmigen Bildraum erfahrbar. Die Installation verknüpft biografische Prägungen und gesellschaftliche Themen, sodass Bezüge zwischen Vorbildern und eigenen Themenlinien sichtbar werden.
Rolle | Medienkurator & digitale Szenografie
Ausstellung | Volker Schlöndorff – Von Wiesbaden in die Welt.
Kunde | Kulturamt der Landeshauptstadt Wiesbaden & DFF – Deutsches Filminstitut & Filmmuseum
Technik | 7-Kanal Audio- und Videoinstallation, Synchron-Zuspielung
Fotocredit | Jean-Noel LenhardEntrenched in Life – Methode Fassbinder
Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland, Bonn, 2021-22.
Wie lässt sich das radikale Leben und Wirken Rainer Werner Fassbinders in ein begehbares Panorama übersetzen? Was geschieht, wenn Figuren, Alter Egos und biografische Spiegelungen aufeinandertreffen? Aus Filmklammern und Found-Footage-Material entsteht eine Struktur, die Nähe, Reibung und Rollenwechsel erfahrbar macht. Die Arbeit verbindet Analyse mit Atmosphäre – ein ästhetisches Denken im Raum, das lesbar bleibt.
Rolle | Projektentwicklung & Medienkurator
Ausstellung | Methode Rainer Werner Fassbinder. Eine Retrospektive
Kunde | Bundeskunsthalle Bonn & DFF – Deutsches Filminstitut & Filmmuseum
Technik | 6-Kanal Audio- und Videoinstallation, Mapping-Software, Custom-Screens, Projektoren
Fotocredit | Ausstellungsansicht Methode Rainer Werner Fassbinder. Eine Retrospektive, 10. September 2021 bis 6. März 2022, Foto: Bernd Lammel, 2021 © Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik DeutschlandLe grand stade de l‘objet a
Theaterlabor, Justus-Liebig-Universität, Gießen, 2022.
Wie lassen sich theoretische psychoanalytische Blicktheorien in eine ästhetisch erfahrbare Videoinstallation übertragen? Was geschieht, wenn die eigene Wahrnehmung zur eigentlichen Bühne wird? Diese interaktive Erfahrung macht den Kreislauf aus Sehen und Erblicken körperlich spürbar. Besucher:innen erleben sich gleichzeitig als Betrachtende und Betrachtete. Theorie wird nicht illustriert, sondern als Methode im Raum eingesetzt – ein Experiment, das die Grenze zwischen Erkennen und Verkennen verschwimmen lässt.
Rolle | Researcher & Projektentwicklung
Technik | Custom Software, Webcams, Projektion, Metallkonstruktion, Gazestoff
Fotocredit | Ingmar HirtDIVISI
Motorenhalle – Projektzentrum für zeitgenössische Kunst, Dresden, 2020
Wie lässt sich das sterile Setting von Video-Calls in eine kollektive Erfahrung verwandeln? Was geschieht, wenn die isolierten Zoom-Kacheln der Covid-Ära ihre Grenzen verlieren? DIVISI wendet die Logik der Videokonferenz gegen sich selbst und erschließt neue Bildräume jenseits des digitalen Rasters. Teilnehmende sprengen die gewohnten Frames, verbinden Räume und erzeugen echte Nähe – trotz technischer Distanz. Ob als Remote-Gruppen-Performance oder Closed-Circuit-Installation: Es entsteht ein Experiment über Isolation und Kooperation.
Rolle | Researcher & Projektentwicklung
Technik | Zoom-Client, Custom-Software, Webcams, Kopfhörer, Laptop
Fotocredit | Andreas SeeligerDer Almtraum – Maximilian Schell
DFF – Deutsches Filminstitut & Filmmuseum, Frankfurt am Main, 2019-2020.
Wie lässt sich die Konstruktion eines Rückzugsortes räumlich dekonstruieren? Was geschieht mit einem Mythos, wenn man den ihm zugedachten Blickwinkel verlässt? Sieben Displays zeigen die Brüchigkeit des Narrativs, das Maximilian Schell um Preitenegg, den Heimatort der Familie, entwarf. Das Panorama wirkt nur von einem einzigen Idealpunkt aus kohärent – sobald sich das Publikum im Raum bewegt, zerfällt das Bild optisch wie inhaltlich. Es ist eine Inszenierung, die buchstäblich erfahrbar macht, wie ein Narrativ kippt, sobald man sich ihm nicht mehr unterordnet.
Rolle | Projektentwicklung & Medienkurator
Technik | 7-Kanal Videoinstallation, 3D-Mapping
Fotocredit | Norbert Miguletz
Grafik | Mind the Gap Design, Studio SchermellehMarlene – (De-) Konstruktion einer Ikone
DFF – Deutsches Filminstitut & Filmmuseum, Frankfurt am Main, 2019-2020.
Wie lässt sich die Oberfläche der zur Ikone stilisierten Marlene Dietrich durchbrechen, ohne neue Mythen zu behaupten? Was geschieht, wenn die private Stimme gegen das öffentliche Bild antritt? Diese Bild- und Tonmontage legt die Mechanismen der Inszenierung im Material selbst frei. Auf drei Displays treten Fiktion, Archivaufnahmen und Interviews in einen Dialog mit physischen Exponaten. Eine Tonmontage aus Off-the-Record-Momenten bildet dabei das entscheidende Gegenbild: Marlene Dietrichs Stimme bricht die mediale Figur und gibt einen Blick auf die Risse zwischen Mensch und Mythos frei.
Rolle | Projektentwicklung & Medienkurator
Technik | 3-Kanal Video- und 4-Kanal Audioinstallation, Synchronisierung, Displays, Lautsprecher und Zuspieler
Fotocredit | Norbert Miguletz
Grafik | Mind the Gap Design, Studio SchermellehKontakt
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